jugend_forscht_2017_0213.02.2017 | Beim diesjährigen Regionalwettbewerb Jugend forscht in Hanau sind alle drei Projektgruppen des Domgymnasiums mit Preisen ausgezeichnet worden. Den ersten Platz im  Bereich Arbeitswelt erhielten Maximilian Neidert, Marcus Breitenbach und Adrian Faber für die Entwicklung eines „Schulranzens, der mitdenkt“. Sobald man mit dem Schulranzen an einem Erfassungssystem vorbeigeht, ertönt ein Signalton und man bekommt angezeigt, ob der Schulranzen richtig gepackt ist oder nicht.
| Presseartikel FZ (17.02.2017)

Auf einem Display kann dann der Schüler oder die Schülerin ablesen, welche Bücher oder Hefte eventuell fehlen oder was zu viel in den Ranzen eingepackt wurde. Um ihre Projektidee umzusetzen, haben sich die Jungforscher für den Einsatz von RFID-Technik entschieden und ein eigenes Programm für die Auswertung der Daten geschrieben.  Die Jury war nicht nur von dem praktischen Nutzen des Projektes begeistert, sondern auch von der Lösung der komplexen Aufgabe durch die jungen Forscherinnen und Forscher.
Draußen ist herrlicher Sonnenschein und in den Klasse ist das Licht an, um Lesen und Schreiben zu können. Zu dieser paradoxen Situation kommt es vor allem dann, wenn die Sonne sehr tief steht und die Jalousien heruntergefahren werden müssen, damit die Schülerinnen und Schüler nicht geblendet werden. Mit einem selbst entwickelten Modell eines Klassenzimmers konnten Jonas Langstein, Nadja Schrimpf und Marlon Gombarek zeigen, dass durch die geschickte Anbringung und Ausrichtung von Spiegeln im Bereich der Fensterbank, das Sonnenlicht durch heruntergefahrene Jalousien so gelenkt werden kann, dass es für das Arbeiten in einem Klassenraum ausreichend hell wird. Würde man diese Methode auf Schulen und Bürogebäude übertragen, könnte man auf Dauer viel Energie für die Beleuchtung von Räumen sparen. Außerdem trägt die Nutzung von Sonnenlicht am Arbeitsplatz zur Gesundheit und zum Wohlbefinden bei. Die zukunftsträchtige Idee der Projektgruppe und der Nachweis der Umsetzbarkeit anhand eines maßstabgetreuen Modells hat die Jury überzeugt, so dass sie die Forschergruppe mit dem zweiten Platz im Bereich Arbeitswelt ausgezeichnet hat.

Die mit Abstand jüngsten Teilnehmer am Wettbewerb waren Frederik Stöppler,  Joshua Pfahls und Lea-Sophie Schmidt-Marx  aus der Jahrgangsstufe 5. Sie sind der Frage nachgegangen, wie Pflanzenkeimlinge es schaffen, versiegelte Flächen zu durchdringen und sich so die Natur zurückzuerobern.  Dabei haben sie untersucht, welche Materialien von Pflanzenkeimlingen direkt durchbrochen werden können, welchen Druck die Pflanzen dabei aufbauen und wie die Keimlinge reagieren, wenn sie beim Wachstum nach oben auf ein nicht zu durchbrechendes Hindernis stoßen. Die jungen Forschertalente wurden für ihre Arbeit mit dem Sonderpreis im Bereich Biologie ausgezeichnet.
Betreut wurden die Schülerinnen und Schüler der drei Projektgruppen aus der AG Forschen und Experimentieren der Rabanus-Maurus-Schule von ihrer Lehrerin Frau Dr. Christine Ziegler und der Referendarin Anna Schirocky.

Dr. Christine Ziegler