Mit dem Interesse an der individuellen Förderung in Schule und Unterricht ist auch die Begabtenförderung im Rahmen der Schulentwicklung konzipiert worden. Diese Förderung soll begabte und hochbegabte Schülerinnen und Schüler erfassen und helfen ihre Interessen und ihr Potenzial weiter zu entwickeln.

Eine schulübergreifende Koordinationsgruppe aller vier Gymnasien Fuldas arbeitet seit 2003 im Staatlichen Schulamt an einem gemeinsamen Modell zur Förderung sehr begabter Schülerinnen und Schüler in der Sekundarstufe I. Darüber hinaus haben sich dieser Arbeitsgruppe weitere Fuldaer Schulen angeschlossen.

Die Projektarbeit

Auf Grund der Erfahrung, dass sich begabte Schülerinnen und Schüler gerne besonderen Herausforderungen stellen, findet das Unterrichtsangebot als Projektarbeit auch parallel zum regulären Unterricht statt, den die teilnehmenden Schüler und Schülerinnen während dieser Zeit verlassen. Wir sprechen deshalb vom "Drehtürmodell". Der Besuch des Projektes ist mit Ausnahmen (z.B. Wandertage, Klassenarbeiten) verpflichtend und wird im Zeugnis als Fach benotet. Die Erarbeitungen des regulären Unterrichts müssen eigenständig nachgeholt werden. Die Teilnahme an einem Projekt wird am Ende des Schuljahres zertifiziert. Das Zertifikat kann späteren Bewerbungen beigelegt werden.

Die Organisation

Aufgenommen werden Schülerinnen und Schüler auf Empfehlung der Klassenkonferenz, aufgrund der Zeugnisnoten oder auf Anfrage der Eltern. Um eine breite Auswahl der Projekte zu gewährleisten, können Teilnehmerinnen und Teilnehmer anderer Gymnasien an jedem Projekt zur Hochbegabtenförderung der anderen Gymnasien teilnehmen, sofern die Eltern den Transport zur veranstaltenden Schule organisieren.

Konzept an der Rabanus-Maurus-Schule

Mit dieser Projektarbeit sollen begabte, hochleistende und motivierte Schülerinnen und Schülern , außerhalb des Unterrichts interessante Themen eigenständig erarbeiten und im Team Arbeitsformen einüben, wie z.B. verschiedene Formen der Präsentation, der Moderation oder der Dokumentation wissenschaftlichen und kreativen Arbeitens (Experimente, Feldforschungen, künstlerisch- kreative Gestaltung). Dazu gehört auch die Teilnahme an Wettbewerben. Einige unsere Schülerinnen und Schüler haben vordere Platzierungen bei nationalen und internationalen Wettbewerben eingenommen.

Beispielprojekte des Domgymnasiums

An unserer Schule hat sich beispielsweise die Robotik-AG als fester Bestandteil etabliert. Diese hat viele Erfolge bei diversen Wettbewerben vorzuweisen. Die Projektkurse Rhetorik, Schach, Meteorologie, Paläontologie und Geologie sind nur einige Beispiele für Kurse die momentan etabliert sind oder lange Zeit vorhanden waren.

Zertifikat des Hessischen Kultusministeriums

Die Rabanus-Maurus-Schule ist eines der vier Fuldaer Gymnasien mit dem Zertifikat der Begabtenförderung des Hessischen Kultusministeriums. Die Vergabe des "Gütesiegels" ist an mehrere Kriterien gebunden: Von den Lehrern wird erwartet, dass sie eine Sensibilität für hochbegabte Schülerinnen und Schüler und ihrer individuellen Lernsituation entwickeln. Zum Programm gehören daher Lehrerfortbildungen und eine kompetente Elternberatung. Kooperiert wird mit anderen Institutionen wie dem schulpsychologischen Dienst, Elternverbänden, Hochschulen und Universitäten. Einige Schülerinnen und Schüler haben während ihrer Schulzeit ein Frühstudium begonnen, andere besuchen das Begabteninternat Schloss Hansenberg im Rheingau. Einige davon haben diese Schule bereits erfolgreich beendet.

Für die schulische Koordination und Beratung an der Rabanus-Maurus-Schule (Domgymnasium) stehen Imke Kleber und Daniel Rausch gerne zur Verfügung.