Antragsformular Sportklasse (Anmeldeschluss 28.2.2018)

Der Eignungstest besteht aus zwei Teilen: Einem allgemeinmotorischen und einem sportartspezifischen Test, wobei die Gewichtung bei 2/3 (allgemeinmotorischer Test) zu 1/3 (sportartspezifischer Test) liegt.

Teil A: Allgemeinmotorischer Test
Die Fachschaft Sport der Rabanus-Maurus-Schule hat auf der Grundlage des „Allgemeinen Sportmotorischen Tests für Kinder“ („AST 6-11“ nach Bös & Wohlmann) Testaufgaben entwickelt, die Aspekte der konditionellen und koordinativen Leistungsfähigkeit sowie elementare taktisch-kognitive Fähigkeiten erfassen.
Bei jeder der 6 Testaufgaben können maximal 5 Punkte und somit insgesamt 30 Punkte erreicht werden; das sind 2/3 der maximal erreichbaren Gesamtpunktzahl.

Die sechs Testaufgaben im Überblick:

1.    20-Meter-Lauf aus dem Hochstart,
2.    Zielwerfen an die Wand,
3.    Hindernisparcours,
4.    Medizinballstoßen (1 kg),
5.    Bankball und
6.    Sechs-Minuten-Lauf.

Teil B: Sportartspezifischer Test
Beim sportartspezifischen Test haben die Testpersonen die Möglichkeit, einen individuellen Schwerpunkt zu setzen, der ihren Fähigkeiten und Fertigkeiten am besten entspricht.

Zur Auswahl stehen die Bereiche:
1.    Leichtathletik,
2.    Schwimmen,
3.    Sportspiele und
4.    Turnen.

In jedem Bereich werden drei bis fünf disziplinspezifische Teilaufgaben geprüft, bei denen jeweils – je nach gezeigtem Niveau - Punkte vergeben werden, so dass am Ende in diesem Test-Teil maximal 15 Punkte erreicht werden können; das ist 1/3 der maximal erreichbaren Gesamtpunktzahl.

Quellen


Testaufgaben (Allgemeinmotorischer Test)

1. 20-Meter-Lauf aus dem Hochstart

eignungstest1a

Testzielsetzung:
Messung der Aktionsschnelligkeit

Testort und –aufbau:
Eine 20 Meter lange Laufstrecke wird mit Start- und Zielmarkierung versehen. Hinter dem Ziel sollte ein genügend langer Auslaufraum sein. In kleinen Sporthallen ist es erforderlich, Bodenmatten/Weichboden zur Sicherung an der Hallenwand aufzustellen. Eventuell kann die Laufstrecke unter Beachtung von Sicherheitsaspekten diagonal in der Halle aufgebaut werden.

Testaufgabe und –durchführung:
Die Teststrecke soll möglichst schnell durchlaufen werden. Das Startkommando lautet: „Fertig – Los“. Jedes Kind läuft einzeln und startet aus dem Hochstart. Jede Testperson hat zwei Läufe. Dabei absolvieren alle Testpersonen ihren ersten Lauf und starten dann nach kurzer Pause den zweiten Durchgang.

Testinstruktion:
Testleiter: „Ihr sollt die 20-Meter-Strecke so schnell ihr könnt durchlaufen. Das hier ist die Startlinie, und da hinten zwischen den Markierungshütchen ist das Ziel. Stellt euch hinter der Startlinie auf. Das Startsignal heißt: Fertig - Los! Jeder läuft für sich. Nachdem ihr gelaufen seid, kommt ihr langsam zurück und startet den zweiten Versuch.“

Messwertaufnahme/Bewertung/Fehlerquellen:
Die Laufzeit wird auf 1/10 Sekunden genau gemessen. Der bessere der zwei Läufe wird gewertet. Bei einem Fehlstart wird der Lauf abgebrochen und neu gestartet. Es ist nur 1 Fehlstart erlaubt.

Testmaterialien:
Stoppuhr, Maßband, 4 Markierungshütchen für Start und Ziel, Kreppband, eventuell Weichboden.


2. Zielwerfen an die Wand

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Testzielsetzung:
Messung der Teilkörperkoordination bei Präzisionsaufgaben, kinästhetische Differenzierungsfähigkeit.

Testort und –aufbau:
Eine Zielscheibe wird mit dem Zentrum in 150 cm Höhe an der Wand angebracht. Die Zielscheibe ist aus Karton vorgefertigt, und jede Zielfläche hat eine andere Farbe. Die drei ineinanderliegenden Quadrate haben die Seitenlängen 60 cm, 30 cm und 10 cm. In 3 Meter Entfernung zur Wand wird eine Abwurflinie am Boden markiert.

Testaufgabe und –durchführung:
Die Testperson steht in SchrittsteIlung hinter der Abwurflinie und soll mit einem Schlagwurf auf die Zielscheibe werfen. Die Abwurflinie darf nicht überschritten werden. Der Test wird in zwei Serien mit jeweils fünf Versuchen durchgeführt. Es erfolgt eine Demonstration durch den Testleiter.

Testinstruktion:
Testleiter: „An dieser Station sollt ihr mit dem Tennisball nach Möglichkeit das kleinste Quadrat treffen. Dazu stellt ihr euch hinter der Linie auf und werft dann den Tennisball auf die Zielscheibe. Holt dabei von hinten über die Schulter Schwung, so dass sich der hohe Ellenbogen vor dem Wurf hinter der Schulter befindet. Wenn ihr das größte Quadrat trefft, bekommt ihr einen Punkt, beim mittleren zwei Punkte und wenn ihr das kleinste trefft, gibt es drei Punkte. Ihr habt zwei Durchgänge und könnt bei jedem fünfmal werfen. Ich zeige euch jetzt den Wurf. Die Kinder, die gerade warten, holen die zurückprallenden Bälle.“

Messwertaufnahme/Bewertung/Fehlerquellen:
Je nach Auftreffpunkt des Tennisballes auf der Zielscheibe werden vom Zentrum nach außen 3, 2, 1 und 0 Punkte pro Wurf vergeben. Für jeden Durchgang wird anhand der erzielten Punkte aus den Einzelversuchen eine Zwischensumme errechnet. Als Testwert zählt die Gesamtsumme der 10 Würfe.
Bei der Messwertaufnahme ist zu beachten, dass die Begrenzungslinie der Quadrate nach außen mit zur jeweiligen Zielfläche gehört. Ein Wurf bzw. Treffer ist nur gültig, wenn sich der hohe Ellenbogen der Testperson vor dem Wurf hinter der Schulter befindet.

Testmaterialien:
Maßband, Tennisbälle, Kreppband, Zielscheibe (dreifarbig, aus Karton vorgefertigt).

 

3. Hindernisparcours

sport_6_minutenlauf

Testzielsetzung:
Messung der Koordinationsfähigkeit unter Zeitdruck.

Testort und -aufbau:
Der Testaufbau besteht aus einer Stange, von der in Abständen von 2,50 m nach den vier Seiten drei Kastenteile und eine Matte aufgebaut sind (Abb.). Start und Ziel sind durch eine Bodenmarkierung gekennzeichnet. In jedem Kastenteil liegt eine Turnmatte. Die Kastenteile sind in der Reihenfolge von 1 bis 3 zu kennzeichnen.

eignungstest_hindernisparcours1

Testaufgabe und –durchführung:
Der Testparcours soll in der richtigen Reihenfolge möglichst schnell überwunden werden.
Der Testleiter demonstriert den richtigen Ablauf, eventuell sucht er sich einen freiwilligen Schüler, der den Weg einmal mit der Anweisung des Testleiters durchläuft. Es soll besonders darauf hingewiesen werden, dass der Mittelpunkt (Stange) immer mit der rechten Schulter nach innen umlaufen wird und die Kastenteile in der Reihenfolge 1 bis 3 anzulaufen sind.
Jede Testperson hat einen Probelauf, bei dem der Testleiter versucht eventuelle Orientierungsschwierigkeiten durch gezielte Korrekturen und Führung der Testperson zu beheben. Die Testperson beginnt auf das Kommando: „Fertig-Los“. Nach dem Start ist folgende Reihenfolge einzuhalten:

  • Hochstart,
  • Stange nach rechts umlaufen zum Kastenteil 1 (KT1)
  • durch das Kastenteil 1 kriechen und anschließend darüber klettern,
  • Stange nach rechts umlaufen zum Kastenteil 2 (KT2)
  • durch das Kastenteil 2 kriechen und anschließend darüber klettern,
  • Stange nach rechts umlaufen zum Kastenteil 3 (KT3)
  • durch das Kastenteil 3 kriechen und anschließend darüber klettern,
  • Stange nach rechts umlaufen und
  • Lauf über die Ziellinie.

Der Versuchsleiter kontrolliert den Aufbau und achtet darauf, dass dieser auch nach dem Durchlaufen mehrerer Testpersonen noch korrekt ist.

Testinstruktion:
Testleiter: „Ihr sollt möglichst schnell den aufgebauten Hindernisparcours durchlaufen. Es gibt einen vorgeschriebenen Laufweg, den ich euch jetzt zeige und erkläre. Ihr stellt euch an der Startlinie auf. Auf das Kommando „Fertig-Los“ startet ihr. Zuerst müsst ihr zum Mittelpunkt laufen; dann um diesen nach rechts zum Kastenteil mit der Nummer eins weiter laufen. Dort kriecht ihr durch das Kastenteil, klettert dann schnell darüber und lauft wieder um den Mittelpunkt und zum Kastenteil mit der Nummer zwei. Dort kriecht ihr wieder durch und klettert darüber zurück. Dann lauft ihr wieder zum Mittelpunkt und zum Kastenteil mit der Nummer drei. Hier sollt ihr wieder hindurch kriechen und dann darüber klettern. Jetzt lauft Ihr schnell um den Mittelpunkt und dann über die Ziellinie. Denkt jedes Mal, wenn ihr um den Mittelpunkt lauft, an die rechte Schulter, die soll immer zum Mittelpunkt (zur Stange) zeigen! Wenn Ihr merkt, dass ihr z. B. falsch um die Stange gelaufen seid, einfach nochmals in den richtigen Weg laufen.“

Messwertaufnahme/Bewertung/Fehlerquellen:
Es wird die Zeit auf 1/10 Sekunden genau gemessen. Jede Testperson hat einen Wertungsdurchgang. Fällt die Stange durch Körperkontakt um, so darf der Test einmal wiederholt werden. Beim erneuten Umfallen der Stange wird dieser Text mi 0 Punkten bewertet. Der Versuchsleiter gibt erst Korrekturhilfen, wenn die Testperson einen falschen Laufweg nimmt.

Testmaterialien:
Stoppuhr, Maßband, Kreppband, 3 Kastenzwischenteile, 3 Turnmatten, Stange, Zettel zur Nummerierung der Kastenteile.

 

4. Medizinballstoßen (1 kg)

eignungstest4a

Testzielsetzung:
Messung der Schnellkraft der Arm- und Schultermuskulatur.

Testort und –aufbau:
Es wird eine Markierung am Boden angebracht und ab dieser Markierung ein Maßband ausgelegt.

Testaufgabe und –durchführung:
Die Testperson soll einen 1 kg schweren Medizinball mit angewinkelten Armen vor der Brust mit den Händen halten und versuchen, aus dem Stand den Medizinball möglichst weit nach vorne zu stoßen. Die Testperson steht aufrecht und die Schuhspitzen berühren die Abwurfmarkierung. Schwungholen mit dem Oberkörper ist erlaubt. Der Testleiter demonstriert die Aufgabe. Es wird der Hinweis gegeben, den Medizinball schräg nach oben wegzustoßen. Übertreten der Markierungslinie ist nicht erlaubt.

Testinstruktion:
Testleiter: „Hier sollt ihr den Medizinball möglichst weit mit beiden Armen stoßen. Stellt euch hinter der Linie auf und haltet den Ball mit angewinkelten Armen vor der Brust. Stoßt jetzt den Ball möglichst weit nach vorne. Ihr müsst darauf achten, dass ihr nicht über die Linie tretet. Ihr habt zwei Versuche. Ihr könnt mit dem Oberkörper Schwung holen.“

Messwertaufnahme/Bewertung/Fehlerquellen:
Die Weite des Stoßes wird auf 1 cm genau gemessen. Jede Versuchsperson hat zwei Wertungsversuche. Der weiteste Stoß bildet den Messwert. Wird ein Stoß falsch ausgeführt, ist er zu wiederholen.
Als Fehler gilt das Überschreiten der Bodenmarkierung während des Versuchs sowie eine fehlerhafte Ausführung (z. B. Wurf des Medizinballes).
 
Testmaterialien:
Medizinball (1 kg), Maßband, Kreppband.

 

5. Bankball

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Testzielsetzung:
Bewertung der allgemeinen Spielfähigkeit. Es soll festgestellt werden, ob die Kinder über Verhaltensweisen verfügen, die eine Teilnahme an einem kleinen Sportspiel mit anderen Kindern auf überdurchschnittlichem Niveau ermöglichen.

Testort und – aufbau:
Das Spielfeld misst ca. 12 x 15 m. Auf den Grundlinien ist jeweils mittig eine Langbank aufgestellt.

Testaufgabe und –durchführung:
4/5 Spieler pro Mannschaft spielen maximal 15 Minuten gegeneinander. Als Spielball dient ein Minihandball. In jeder Mannschaft wird ein Spieler bestimmt, der bei der gegnerischen Mannschaft auf der Bank steht. Gelingt es, diesen Spieler mit einem Bodenpass anzuspielen, so hat die Mannschaft einen Punkt erzielt. Nun nimmt derjenige, der den erfolgreichen Pass gespielt hat, die Position auf der Langbank ein. Der Ball wird direkt nach dem Punkt der gegnerischen Mannschaft zum Anspiel zugepasst. Das Anspiel findet neben der gegnerischen Bank statt. Hat ein Spieler den Ball in der Hand, dann darf er so lange laufen, bis ein gegnerischer Spieler ihn berührt hat; der ballführende Spieler muss dann sofort stehen bleiben und den Ball abspielen. Das Spiel ist körperlos, es dürfen also keine Bälle aus der Hand oder Spieler festgehalten werden.

Testinstruktion:
Testleiter: „Das Ziel des Spiels ist es, den Ball dem Mitspieler, der auf der Langbank steht, zuzuspielen. Dabei müsst ihr den Pass zum Bankspieler indirekt  über den Boden spielen. Ihr dürft so lange mit dem Ball in der Hand laufen, bis ihr von einem Gegenspieler berührt werdet. Dann müsst ihr sofort stehen bleiben und den Ball abspielen. Jeglicher Körperkontakt zum Gegner ist untersagt. Das heißt, ihr dürft einem Gegner weder den Ball aus den Händen schlagen bzw. reißen noch einen Gegenspieler festhalten. Wer einen Pass zum Bankspieler gespielt hat, übernimmt dessen Aufgabe und wird zum neuen Bankspieler. Der Ball wird direkt nach dem Punkt der gegnerischen Mannschaft zum Anspiel zugepasst. Das Anspiel findet neben der gegnerischen Bank statt. Probiert miteinander zu spielen, Punkte zu erzielen und den Ball vom Gegner zurück zu erobern.“

Messwertaufnahme/Bewertung/Fehlerquellen:
Das Spielniveau der Kinder wird durch die Testleiter bestimmt. Dazu werden die Testpersonen drei Niveaustufen zugeordnet.

Testmaterialien:
Stoppuhr, Minihandball, 10 Leibchen (zwei Farben und nummeriert), 2 Langbänke, Markierungshütchen

 

6. Sechs-Minuten-Lauf

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Testzielsetzung:
Messung der kardiopulmonalen Ausdauer.
 
Testort und -aufbau:
Die Laufbahn führt um die Begrenzungslinien des Volleyballfeldes (9 x 18 m). An den Eckpunkten des Feldes (50 cm nach innen versetzt) sowie an den Längsseiten werden Stangen aufgestellt. Die Länge der Laufrunde beträgt 54 m (Abb.).

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Testaufgabe und -durchführung:
Die Testpersonen sollen das Volleyballfeld in 6 Minuten möglichst oft umlaufen. Der Ausdauerlauf erfolgt in Gruppen zu max. 10 Kindern. Jede Testperson erhält zur Kennzeichnung eine Startnummer. In den 6 Minuten ist Laufen und Gehen erlaubt. Während des Laufs wird in Minutenabständen die noch zu laufende Zeit angegeben. Nach Ab-lauf der 6 Minuten bleibt jede Testperson an Ort und Stelle stehen und setzt sich dort auf den Boden oder läuft auf der Stelle. Um den Kindern ein Gefühl für den Laufrhythmus zu vermitteln, gibt ein Testleiter die Laufgeschwindigkeit in den ersten zwei Runden vor. Auf Grund der bisher ermittelten Durchschnittszeiten wird ein Lauftempo von ca. 22 Sekunden pro Runde empfohlen.

Testinstruktion:
Testleiter: „Bei diesem Test sollt ihr sechs Minuten dauerlaufen. Stellt euch dazu hinter der Startlinie auf. Ich werde die ersten 2 Runden mit euch laufen. Solange ich mitlaufe, darf mich keiner überholen. Danach höre ich auf und ihr lauft in eurem Dauerlauftempo weiter um das Volleyballfeld. Also nicht anfangen zu rasen; ihr sollt schließlich 6 Minuten durchhalten! Kurz vor Ende der 6 Minuten fange ich an, die letzten 10 Sekunden rückwärts zu zählen 10-9-8-7...1. Bei eins bleibt ihr dort stehen, wo ihr gerade seid und setzt euch genau dort auf den Boden oder lauft dort auf der Stelle. Das Startkommando lautet: Fertig - los!“

Messwertaufnahme/Bewertung/Fehlerquellen:
Der Messwert für jede Versuchsperson ist die in 6 Minuten zurückgelegte Wegstrecke in Metern. Die Wegstrecke wird aus der Anzahl der Runden (1 Runde = 54m) plus der Strecke der angefangenen letzten Runde auf 1/2 Runde genau errechnet. Für die Messwertaufnahme werden pro Gruppe zwei Testleiter benötigt. Ein Testleiter gibt einem Schreiber nach jeder Runde die Nummer der Testperson an, welche die Startlinie überquert hat.

Testmaterialien:
Stoppuhr, Maßband, 6 Stangen, 10 nummerierte Leibchen

 


Testaufgaben (sportartspezifischer Test)

1. Leichtathletik

  • Teilaufgabe 1: Jump and Reach-Test
    Die Testperson steht seitlich zur Wand im Flachfuß-Parallelstand und hebt den wandnahen Arm. Nach erfolgter Wandmarkierung der mit Kreide bestrichenen Finger erfolgt aus dem ruhigen Stand ein Absenken in die Hocke (Kniewinkel nicht kleiner als 90°) mit direkt anschließendem senkrechtem Sprung nach oben und dem Setzen der Sprungmarkierung an der Wand am höchsten Reichpunkt. Die Arme dürfen zum Schwungholen seitlich am Körper mitgeführt werden, die Landung sollte wieder am Absprungpunkt sein. Gemessen wird die Differenz der Fingermarkierungen (je größer desto besser). Die Testperson hat drei Versuche, nur der beste kommt in die Wertung.
  • Teilaufgabe 2: Indiaca-Sektoren-Zielwurf
    Aus einem 8m-Anlauf (Pflicht) werden nacheinander 6 Indiaca in einen zuvor genannten Sektor geworfen (3 mit linker Hand und drei mit rechter Hand), wobei die Weite keine Rolle spielt, nur die Zielgenauigkeit und Technik. Die Sektorenbegrenzungsstangen befinden sich in etwa 7m Entfernung von der Abwurflinie und haben jeweils eine Entfernung von ca. 3m zueinander.
    Nach dem dynamischen Anlauf sollte ein Abstoppen in die Wurfauslage (Wurfarm hinten – Gegenfuß vorne), der Aufbau von Bogenspannung und ein gezielter, flüssiger Abwurf in den jeweils vorher benannten Sektor (links/Mitte/rechts) erfolgen. Dabei soll mit dem Wurfarm ein peitschenartiger Armzug über Schulter und Kopf hinweg ausgeführt werden. Es empfiehlt sich, direkt vor dem Abstoppen einen Seitgaloppsprung/Überkreuzschritt zu machen, um den anschließenden Wurf gut vorzubereiten. Die Abwurflinie darf nicht übertreten werden.
    Bewertet werden die Treffgenauigkeit und die technische Ausführung.
  • Teilaufgabe 3: Scher-Hochsprung
    Aus einem bogenförmigen etwa 6-7m-Anlauf werden nacheinander 6 Schersprünge über eine elastische Latte gezeigt (drei Anläufe von links und drei Anläufe von rechts). Die Prüfungskommission bestimmt orientiert an der Körpergröße, welche Höhe übersprungen werden muss. Nach einem kurzen Anlauf erfolgt ein einbeiniger Schersprung mit jeweils dem lattenfernen Bein als Sprungbein und zunächst einbeiniger Landung auf der (Niedersprung-)Matte und dem Finden des Gleichgewichts, ohne Hinzufallen (Weiterlaufen!). Bei Anlauf von der rechten Seite wird mit dem linken Bein, bei Anlauf von der linken Seite wird mit dem rechten Bein abgesprungen.
    Bewertet werden die technische Ausführung und die Aufgabenbewältigung.
  • Teilaufgabe 4: Hindernis-Sprint-Pendelstaffel
    Bei diesem Staffellauf werden abwechselnd eine flache Sprintstrecke und eine Hindernisstrecke gelaufen, wobei jede Testperson innerhalb der Staffel jede Strecke einmal bewältigen muss. Ein Staffelstab soll möglichst schnell abwechselnd transportiert werden. Beide Strecken sind gleich lang (40 m). Das Staffelteam wird zunächst in zwei Hälften aufgeteilt und beide Teilteams werden gegenüber in 40m Entfernung platziert. Teilteam A läuft hierbei erst den Sprint und anschließend die Hindernisstrecke, Teilteam B umgekehrt. Dies ist ein Staffellauf, somit ist immer nur eine Testperson unterwegs, die sich dann an der anderen Seite anstellt und wartet bis sie ihren zweiten Auftritt hat. Abwechselnd läuft nun eine Testperson den Sprint und eine andere die Hindernis-strecke. Am Ende der jeweiligen Strecke wird ein Staffelstab übergeben. Jede Testperson bekommt also im Verlauf des Rennens genau zweimal den Staffelstab (einmal für die Sprintstrecke und einmal für die Hindernisstrecke, oder umgekehrt, je nachdem auf welcher Seite man zuerst steht).
  • Teilaufgabe 5: Ausdauer-Lauf
    Der Ausdauerlauf wird im Rahmen des allgemeinmotorischen Testteils (Sechs-Minuten-Lauf) überprüft.
    Bewertet werden Ausdauerfähigkeit, Koordinationsvermögen unter Zeitdruck, Engagement, Aufgabenbewältigung und Renntaktik.

2. Schwimmen

  • Teilaufgabe 1: 25 m Brustschwimmen mit Start und Wende
  • Teilaufgabe 2: 25 m Kraulen mit Wende
  • Teilaufgabe 3: 25 m Rückenkraulen
  • Teilaufgabe 4: Startsprung mit anschließendem Gleiten
  • Teilaufgabe 5: Streckentauchen mit Start im Wasser vom Beckenrand

Die Teilaufgaben 1 bis 3 sind in Form eines 75m-Lagenschwimmens mit Start und Wenden zu absolvieren. Bei den Teilaufgaben 1-4 wird die Technik und bei Teilaufgabe 5 die zurückgelegte Strecke bewertet.

 

3. Sportspiele

  • Teilaufgabe 1: Ballführen durch einen Slalomparcours; Pass gegen die Wand mit anschließender Ballan- und -mitnahme; nach dem Dribbling wird mit dem Ball in einem Kegelquadrat gestoppt

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  • Teilaufgabe 2: Passen aus dem Dribbling zu Zuspielern; An- und Mitnahme des Rückpasses aus der Bewegung; Abschluss auf Tor/Basketballkorb

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  • Teilaufgabe 3:   Dribbling, Finte vor halbaktivem Gegenspieler und Abschluss auf Tor/Basketballkorb

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Alle drei Teilaufgaben können mit Handball, Basketball oder Fußball ausgeführt werden. Bewertet wird die gezeigte Technik.   

 

4. Turnen

Die einzelnen Tests werden hinsichtlich der ausführungstechnischen und haltungsmäßigen Ausgestaltung bewertet.
Vor jedem Test hat der Sportler, die Sportlerin die Möglichkeit, das Element bzw. die Übungsverbindung zweimal zu üben. Im Anschluss erfolgt die Bewertung.


Quellen

Literatur:

Bös, K. (Hg.), Handbuch Motorische Tests, Göttingen 2001

Bös, K. Allgemeiner sportmotorischer Test für Kinder von 6-11 Jahre (AST 6-11), in: Haltung und Bewegung 20 (2000) 2, S. 5-16

Bös, K. & Wohlmann, R., Allgemeiner Sportmotorischer Test (AST 6-11) zur Diagnose der konditionellen und koordinativen Leistungsfähigkeit, in: Lehrhilfen für den Sportunterricht 36 (1987) 10, S. 145-160

Bös, K., Nützen sportmotorische Tests dem Sportlehrer zur Unterrichtsdiagnotsik? Theoretische und praxisbezogene Überlegungen am Beispiel eines Tests zur Beurteilung der allgemeinen sportmotorischen Leistungsfähigkeit (AST 6-11), in: Sportunterricht 36 (1987) 10, S. 390-396

Müller, C. & Petzold, R., Längsschnittstudie – Bewegte Grundschule, St. Augustin 2002

Vössing, U. (Red.), Allgemeiner Sportmotorischer Test für Kinder (AST 6-11), in: Sportpraxis 43 (2002) Sonderheft: Motorische Tests, S. 12-21

Internet:

Bankball: http://www.mobilesport.ch/wp-content/uploads/2013/08/L_E1_6.SJ_ABC_T1.pdf (geladen am 12.1.2014)

Turnen (Abbildungen): http://www.turn10.at/schule/leitbilder.html (geladen am 12.1.2014)