robotik_aachen201931.01.2019 | Zusammen mit 21 weiteren Teams aus Deutschland nahm am Sonntag, dem 20.01.2019, das Team „Robotus Maurus“ der Rabanus-Maurus-Schule am FIRST® LEGO® League (kurz: FLL) Semifinale West in Aachen teil und konnte sich dort in der Kategorie Robot Game bis zum Halbfinale gegen die Konkurrenz durchsetzen und den dritten Platz für sich verbuchen.
| Presseartikel (Fuldaer Zeitung vom 31.1.2019)
Die FIRST® LEGO®League ist ein Roboter- und Forschungswettbewerb, der Kinder und Jugendliche in einer sportlichen Atmosphäre an Wissenschaft und Technologie heranführt. In diesem Jahr steht der Wettbewerb unter dem Motto „Into Orbit“. Die Rabanus-Maurus-Schule Fulda hatte sich bereits beim Regionalwettbewerb der FIRST® LEGO® League am 08. Dezember 2018 an der Hochschule Fulda für das FLL Semifinale West qualifiziert und war hochmotiviert und mit den besten Vorsätzen nach Aachen gefahren.  Finanziell unterstützt wurde das  Team dabei mit 500€ durch die Hochschule Fulda und den MINTmachClub Fulda.
Dass es sich bei der First Lego League um einen vielseitigen und anspruchsvollen Wettbewerb handelt, konnte man bei den vielfältigen Aufgaben, denen sich die jungen Entwickler in Aachen stellen mussten, gut beobachten. So müssen beispielsweise beim Robot Game die auf der Basis des Systems LEGO Mindstorms entwickelten und programmierten Roboter in zwei Minuten und 30 Sekunden auf einem Spielfeld maximal 15 Aufgaben lösen. Doch mit dem Robot Game allein ist es nicht getan. Ein freundliches Miteinander, Verständnis und Respekt für Teammitglieder und andere Teams, Leistungsbereitschaft und Begeisterung sowie die Fähigkeit zur Problemlösung gehören zu den Grundwerten von FLL und unterscheiden ein gutes Team von einem sehr guten. Die Teilnehmer der Rabanus-Maurus-Schule zeigten beim Wettbewerb, dass sie diese Grundwerte verinnerlicht haben und leben und gewannen letztlich in der Kategorie „Teamwork“ den ersten Platz. Sie meisterten die Überraschungsaufgabe problemlos und hatten dabei auch viel Spaß. Doch auch das Design der Roboter, die Qualität der Programmierung und eine so genannte Forschungsarbeit, die sich in der aktuellen Saison mit dem Leben und Reisen im Weltall beschäftigt, flossen in die Bewertung mit ein. Im Fokus der Forschungsaufgabe stand dabei die Frage, welche physischen oder sozialen Probleme bei einer langandauernden Weltraummission in unserem Sonnensystem entstehen können. Das Team „Robotus Maurus“ der Rabanus-Maurus- Schule Fulda führte dazu mit dem deutschen Astronauten Dr. Gerhard Tiele, dem Luft- und Raumfahrtpsychologen Prof. Dr. Dietrich Manzey und den Vorsitzenden des „Ersten deutschen Fachverband für Virtual Reality e.V.“(EDFVR), Axel Steinkuhle, zahlreiche Interviews.
Zusammen mit dem Team „Kabelsalat“ aus Paderborn und dem Team „Inda Orbit - Inda Bots“ aus Aachen fährt das Team „Robotus Maurus“ der Rabanus-Maurus-Schule Fulda nun vom 29. bis 30. März 2019 zum FLL Finale Zentraleuropa nach Bregenz (Österreich). An diesem Finale nehmen Teams aus 7 europäischen Ländern teil. Deshalb ist die gemeinsame Wettbewerbssprache für alle Englisch. Auch die Jurybewertungen werden in Englisch stattfinden –  eine völlig neue Herausforderung, der sich auch das Team der Rabanus-Maurus-Schule Fulda stellen muss.  Auch wenn damit auf die Schülerinnen und Schüler in den kommenden Wochen noch einiges an Arbeit zukommen wird, sind sich nicht nur die beiden betreuenden Fachlehrer, Anna Schirocky und Daniel Rausch, sondern auch die Schülerin Franca B. – stellevertretend für das „Robotus- Maurus“-Team – darin einig, dass „man auch in der nächsten Runde alles geben“ wolle. Franca B., seit vielen Jahren Mitglied der Robotik-AG am Domgymnasium und Abiturientin an der Marienschule, unterstützt das Team mit ihren langjährigen Erfahrungen und lässt es sich auch nicht nehmen, während der zeitaufwendigen Abiturvorbereitungsphase die Gruppe nach Bregenz zu begleiten. „Mir wird heute schon wehmütig, wenn ich an die Zeit nach dem Abitur denke, weil ich dann nur noch gelegentlich als Gast bei der Robotic-AG vorbeischauen kann“, sinniert die junge Frau und macht damit deutlich, dass Schule mehr ausmacht als nur Unterricht nach Plan.
Schon jetzt ist die gesamte Schulgemeinde stolz auf die bereits erbrachten Leistungen der jugendlichen Entwickler und blickt gespannt auf den anstehenden Wettbewerb im März.  Für die Europameisterschaft in Bregenz wünscht sie dem „Robotus- Maurus“-Team viel Erfolg und Spaß!