26.09.2019 |Die unbegleitete Nutzung von Messenger-Diensten und von sozialen Netzwerken durch Kinder und Jugendliche kann zu misslichen Lagen und erheblichen Problemen führen. Dies thematisierte Medienexperte Clemens Groß vom Hessischen Kultusministerium in einem spannenden Vortrag für Eltern der Sexta, Quinta und Quarta.

Herr Groß zeigte auf, dass zwischenzeitlich das Smartphone zu der Lebenswirklichkeit von Heranwachsenden gehört, und verdeutlichte, dass Eltern hierbei eine wichtige Rolle bei der Medienerziehung zufällt. Den Schwerpunkt seines Vortrages legte er auf die Probleme, die durch die unbegleitete Nutzung von Messenger Diensten wie WhatsApp durch Kinder entstehen können. Dabei sprach er neben Cybermobbing auch eine Reihe von rechtlichen Aspekten an. Statt einer Verbotskultur, plädierte er dafür, echtes Interesse an der Mediennutzung von Kindern und Jugendlichen zu zeigen, um sie vor Gefahren zu schützen. Eltern sollten mit ihren Kindern über ihre Erfahrungen in der digitalen Welt im Gespräch bleiben. Groß gab den Anwesenden Hinweise zur Medienerziehung und verantwortlichen Umgang mit digitalen Medien. Er erklärte, dass klare Regeln wichtig seien und sich Eltern unbedingt über die Inhalte informieren sollten, mit denen sich Kinder beschäftigen. Sehr eindrücklich wies er darauf hin, dass Eltern eine Vorbildfunktion einnehmen. Der Referent riet dazu, analoge Hobbies der Kinder zu fördern und Alternativangebote zur digitalen Welt zu machen. Mit der Darstellung, dass Nutzer den vermeintlich kostenlosen Messenger WhatsApp durch die Weitergabe von persönlichen Daten bezahlen, endete ein informativer und interessanter Vortrag.

Zum Abschluss dieser gelungenen Veranstaltung gab Herr Groß noch die Gelegenheit, individuelle Fragen zu stellen.