musikabend_advent2019_04320.12.2019 | Dass die Rabanus-Maurus-Schule seit vielen Jahren das Zertifikat "Schule mit musikalischem Schwerpunkt" trägt, konnte sie in ihrem gemeinsamen Musikabend aller Gruppen einmal mehr verdeutlichen. In der weihnachtlich geschmückten Schulaula sorgten alle Musikgruppen vor über 600 begeisterten Zuhörern von den Kleinsten bis zu den Erfahrensten für eine festliche Atmosphäre.
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| Presseartikel (Osthessennews vom 19.12.2019
| Presseartikel (Fuldaer Zeitung vom 21.12.2019)

An dem Programm des Abends war abzulesen, dass es der Fachschaft der Schule nicht allein darum geht, stilistische Vielfalt zu demonstrieren, sondern auch die musikalische Entwicklung von den jüngsten Musici in den eingerichteten Musikklassen bis zu den Ältesten in den großen Ensembles zu zeigen. Und dies gelang in dem gut zweistündigen Konzert wieder einmal eindrucksvoll. Erst im Sommer 2019 wurde die neue Musikklasse 5 unter der Leitung von Robert Klier formiert, aber es ist zur Tradition geworden, dass die Jüngsten bereits nach drei Monaten Instrumental- und Ensembleunterricht auf der Bühne erste kleine Melodien spielen können. In Stücken wie "Jingle Bells" und dem lateinamerikanischen "Calypso Song" zeigten die Eleven viel Spielfreude. Barbara Wehner-Galle und Jutta Orfgen sorgten mit der Musikklasse 6 mit "Sleighride with Santa" und "Endlich wieder Weihnachtszeit" für eine weihnachtliche Stimmung. In sauberer Intonation überzeugte das vornehmlich aus Streichern bestehende Ensemble. Die Junior Big Band präsentierte einen Jazz-Standard von Duke Ellington und einen Ausschnitt aus dem Musical "Beauty and the Beast", bei dem Gero Pfaff an der Solotrompete mit glasklarem Ton herausragte.

musikabend_advent2019_046Unter der Leitung von Simon Kubisch trug der Unterstufenchor Lieder aus dem Film "Die Kinder des Monsieur Mathieu" vor. In "Merry Christmas Everyone" meisterte Leonie Sommer den schwierigen Klavierpart eindrucksvoll und Paul Rümann überzeugte mit seiner reinen Stimme.

Seit vielen Jahren hat sich in der Schule eine Band entwickelt, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, die Schulgottesdienste musikalisch moderner und lockerer zu untermalen. Unter der Leitung von Barbara Wehner-Galle zeigte die Gruppe "AG Musik im Gottesdienst" mit ihren zwei Beiträgen ihre große Bandbreite auf. Ruhig und besinnlich präsentierte sich die Gruppe in dem berühmten, von Dietrich Bonhoeffer verfassten Text "Von guten Mächten treu und still umgeben", in dem die Sängerinnen Marie Wettels und Carla Weber hervorstachen. Den Schlusspunkt bildete das heitere und stimmungsvolle Spiritiual "Go tell it on the Mountain".

Simon Kubisch präsentierte mit dem "großen Chor" der Schule zwei bekannte Popsongs. In "I`m all over it" von Jamie Cullum überzeugte die Solistin Lisa Jockwitz mit ihrer warmen, souligen Stimme und erhielt Sonderapplaus. Mit dem berühmten Song "Ich seh dich" von "Maybebop" gelang es Kubisch mit seinem großen Chor a cappella eine Gänsehautatmosphäre zu erzeugen.

Das große Schulsinfonieorchester unter dem Dirigat von Jutta Orfgen präsentierte dann eine Passacaglia von Georg Friedrich Händel, die aber in der Bearbeitung von Johann Halvorsen viele klanglich modernere Aspekte zeigte.

Die Big Band unter der Leitung von Robert Klier begann mit lateinamerikanischer Bossa Nova-Musik von Antonio Carlos Jobim und in dem berühmten "Santa Claus is coming to town" überzeugten Marie Wettels und Samuel Haipeter in einem charmanten Gesangsduett.

Charmant leiteten auch Jutta Orfgen und Simon Kubisch ihren Part in einem kurzen Anspiel in der Rolle der Eltern Ludwig van Beethovens ein und sorgten damit für so manches Schmunzeln im Publikum.

Den Höhepunkt des Abends bildete das Orchester zusammen mit dem großen Chor. Die beiden Gruppen präsentierten gemeinsam das "Lied des Marmottenbuben" von Ludwig van Beethoven. Und den glänzenden Schlusspunkt setzte das Riesenensemble mit der "Ode an die Freude" aus der 9. Sinfonie. Mit dem gemeinsam gesungenen Schlusslied "Macht hoch die Tür", begleitet vom Blechbläserensemble unter der Leitung von Carsten Kobsch, endete ein kurzweiliger, musikalisch abwechslungsreicher Abend und das Publikum bedankte sich mit einem lang anhaltenden Schlussapplaus.

Robert Klier