Bei den diesjährigen Regionalwettbewerben Jugend forscht am 21.02. war die Rabanus-Maurus-Schule mit vier Forschergruppen an zwei Standorten vertreten.

Regionalsieger im Fachgebiet Physik wurde Levi Schmitt (15 Jahre) mit seinem Projekt zur Entwicklung eines umweltfreundlichen und energieeffizienten Kühlsystems auf der Basis von Magnetokalorik. Unter dem magnetokalorischen Effekt versteht man die Erhöhung der Temperatur magnetisierbarer Stoffe beim Eintritt in ein Magnetfeld und die Erniedrigung der Temperatur, wenn sie dem Magnetfeld entzogen werden. Levi hat nicht nur Untersuchungen zum magnetokalorischen Verhalten des Elements Gadolinium durchgeführt, sondern auch einem Prototyp für ein Kühlsystem entworfen, selbst gebaut, programmiert und weiterentwickelt. Für seine umfangreiche Arbeit wurde Levi beim Regionalwettbewerb in Hanau, in der Sparte Jugend forscht, d.h. in der Gruppe der Teilnehmer über 14 Jahre, mit dem ersten Platz geehrt und kann somit beim Landeswettbewerb in Darmstadt Mitte März antreten.

Zwei Forschungsprojekte sind in diesem Jahr in Kooperation mit der Deutschen Bahn entstanden. Vor Baumaßnahmen ist die Deutsche Bahn verpflichtet, betroffene Gebiete nach geschützten Tierarten abzusuchen, um gegebenenfalls Maßnahmen zu deren Schutz zu ergreifen. Zur Unterstützung der Fachleute bei der Kartierung hat die Deutschen Bahn Artenspürhunde ausgebildet und bereits eingesetzt. Bisher wurde mit den Artenspürhunden jedoch nur nach am oder im Boden lebenden Tieren gesucht. Geschütze Tiere können sich aber auch in großen Höhen aufhalten, z.B. auf Bäumen oder an Tunneldecken. Um zu prüfen, ob die Artenspürhunde prinzipiell in der Lage sind, Geruchsquellen in Höhen von 3 und 5 Metern Höhe wahrzunehmen, haben die jungen Forschenden eine Reihe von Versuchen geplant und durchgeführt, bei denen sieben ausgebildete Artenspürhunde der Deutschen Bahn und deren Hundeführer zum Einsatz kamen. Während der Einfluss der Schnauzenlänge und des Schnauzenumfangs im Zentrum der Versuche von Katrin Kammann (16 Jahre) und Elisabeth Reger (15 Jahre) stand, haben Lena Stey (16 Jahre) und Leonhard Stey (13 Jahre) den Einfluss von Luftströmungen auf die Anzeigequalität von Artenspürhunden untersucht. Die beeindruckenden Projektarbeiten wurden mit einem dritten Platz im Fachgebiet Biologie und einem Sonderpreis ausgezeichnet.

Beim Regionalwettbewerb Jugend forscht in Melsungen, in der Sparte jugend forscht junior, also der Gruppe der unter vierzehnjährigen Teilnehmer, haben Lenn Hasenauer (11 Jahre), Elija Angele König (10 Jahre) und Lukas Nierichlo (10 Jahre) ihre Forschungsergebnisse zum Fortpflanzungsverhalten des Wasserflohs Daphnia longispina im Schulteich vorgestellt. Ihr Forschungsschwerpunkt lag auf dem Auftreten von Männchen im Herbst und die Produktion und Entwicklung von Dauereiern der Weibchen. Sie konnten zeigen, dass sich Dauereier nur bei kühlen und dunklen Bedingungen zu jungen Wasserflöhen entwickelten. Für ihre genauen und aufwendigen Beobachtungen wurden sie mit dem zweiten Platz im Fachgebiet Biologie und einem Sonderpreis prämiert.

Die Rabanus-Maurus-Schule wurde zudem für das besondere Engagement der Schule bei der Förderung von jungen Talenten im Bereich Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) mit dem MINTSPACE Schulpreis geehrt.

Über die tollen Leistungen der jungen Forschenden freuen sich besonders Dr. Christine Ziegler und Dr. Klaus Dieter Koch, die die Schülerinnen und Schüler im Rahmen einer AG betreuen.

Dr. Christine Ziegler

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