Schulgeschichte

Rabanus Maurus (rechts) übergibt Papst Gregor IV. (Mitte) sein Werk “de laudibus sanctae crucis”.

Die Klosterschule und Rabanus Maurus

Die Rabanus-Maurus-Schule führt ihre Tradition zurück auf die Gründung der Fuldaer Klosterschule im Jahre 748 durch Sturmi, den ersten Abt des seit 744 bestehenden Klosters. Entscheidend geprägt wurde die Klosterschule durch ihren heutigen Namenspatron Rabanus Maurus (780 – 856), der hier zunächst Schüler, später Lehrer und von 822 – 842 Abt des Klosters war, bevor er dann schließlich Erzbischof von Mainz wurde.

Fulda wurde unter seiner Leitung zu einem Zentrum der sogenannten „Karolingischen Renaissance“, einer von Karl dem Großen ins Leben gerufenen Bildungsreform, die u.a. das Sammeln und Kopieren von Handschriften lateinischer Klassiker und liturgischer Schriften, die Entwicklung einer neuen Buchschrift (Karolingische Minuskel) und die Erstellung einer gesicherten Textfassung der Bibel (Alkuin-Bibel) zum Ziel hatte.

Rabanus Maurus (links) überreicht mit Alkuin (mitte) dem Erzbischof von Mainz – Otgar (rechts) – sein Werk “de laudibus sanctae crucis”.
Der berühmte Humanist Ulrich von Hutten stammte von der Burg Steckelberg bei Schlüchtern und wurde als Elfjähriger auf die Klosterschule Fulda geschickt. Dort lernte er den in Fulda tätigen Lehrer und Humanisten Crotus Rubeanus (alias Johannes Jäger) kennen. Beide trafen sich später im Erfurter Humanistenkreis wieder und gelten als die Verfasser der “Dunkelmännerbriefe”, einer humanistischen Satire auf die mittelalterliche Scholastik.

Humanistisches Gymnasium (ab 1835)

Seit 1835 wurde die Schule als humanistisches Gymnasium geführt:

1835: Kurfürstliches Gymnasium

1866: Königliches Gymnasium

1918: Staatliches Gymnasium

1945: Staatliches Domgymnasium

Jesuitengymnasium (1572 – 1773)

In der Zeit der Gegenreformation übernahmen ab 1572 Jesuiten die Leitung der Schule. Universität (1734 – 1805), Hochfürstliches Gymnasium (1773 – 1805) und Akademisches Lyzeum und Gymnasium (1805 – 1835). Fürst Adolph von Dalberg gründete 1734 die Universität. Zusätzlich entstand 1773 das „hochfürstliche“ Gymnasium. Beide Lehranstalten wurden 1805 im Zuge der Säkularisierung aufgelöst und durch das Akademische Lyzeum und Gymnasium ersetzt.

Athanasius Kircher (1612 – 1680) war Schüler des Jesuitengymnasiums in Fulda und Gelehrter. Er beschäftigte sich mit Mathematik, Medizin (Entdeckung des Pestbazillus), Magnetismus u.a.
Unsere Rabanus-Maurus-Schule

Rabanus-Maurus-Schule (seit 1948)

Rabanus-Maurus-Schule heißt das Domgymnasium seit 1948 zusätzlich.1968 zog es aus der ehemaligen Universität in das moderne Schulgebäude in der Magdeburger Straße um.

Rabanuslied

Arrangement und Umsetzung: Simon Kubisch, LiV

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