Wenn ein Teamname Programm ist, dann dieser: „1337.exe“ – in der Internetsprache „Leetspeak“ ein Synonym für „Elite“. Und genau das beweisen aktuell fünf Fuldaer Schülerinnen und Schüler der Rabanus-Maurus-Schule. Nach einer beeindruckenden Saison in der FIRST LEGO League (FLL) hat sich das Team nicht nur für das große D-A-CH-Finale in Leipzig qualifiziert, sondern auch ein Ticket zu einem der internationalsten Robotik-Wettbewerbe der Welt gelöst: dem „FLL Korea Open Invitational“ im Juli 2026.

Technikbegeisterung mit Wettbewerbsfieber

Die FIRST LEGO League gehört seit vielen Jahren zu den renommiertesten Robotik- und Forschungsprogrammen weltweit. Kinder und Jugendliche im Alter von 9 bis 16 Jahren planen über Monate hinweg einen autonomen Roboter, entwickeln Forschungsprojekte zu wechselnden Themen und präsentieren ihre Ergebnisse vor einer Jury. Das Besondere: Neben technischem Know-how zählen auch Teamgeist, Kreativität und Spaß am Problemlösen.

In der Saison 2025/26 stand alles unter dem Motto „UNEARTHED“ – der faszinierenden Welt der Archäologie. Entsprechend forschten die Fuldaer Jugendlichen mit wissenschaftlicher Neugier, holten Expertenmeinungen ein und entwickelten innovative Lösungen zu einer selbst gewählten Problemstellung.

Praesentation

Vier Kategorien – vier starke Leistungen

Im Regionalentscheid, der im Dezember in der Hochschule Fulda stattfand, überzeugten Mia Gesang, Tim Herbert, Benedikt Naujoks, Felix Hohmann und Henry Müller gemeinsam mit ihrem Coach und Lehrer Daniel Rausch in allen vier Wettbewerbskategorien: Robot-Game, Robot-Design, Forschung und Teamwork. Ihr Roboter „KeKe“ meisterte die anspruchsvollen Aufgaben souverän, die Präsentationen begeisterten die Jury – und der Teamzusammenhalt beeindruckte alle Beteiligten.

Mit deutlichem Vorsprung lösten sie so das Ticket zum Qualifikationswettbewerb in Siegen am 1. März. Dort gelang zwar nicht die erhoffte Spitzenpunktzahl im Robot-Game, doch erneut zeigte das Team außergewöhnliche Stärke in allen Jury-Disziplinen. Das Resultat: Platz 2 unter den Champions und die Qualifikation für das D-A-CH-Finale am 18./19. April in Leipzig. Hier warten nun die 25 besten Teams aus Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Siegerpose Siegen

Fulda goes Korea

Doch die größte Überraschung folgte erst danach: Als einziges Team aus Hessen und eines von nur drei Teams aus ganz Deutschland wurde „1337.exe“ für das internationale FLL Korea Open Invitational nominiert. Vom 3. bis 5. Juli 2026 dürfen die Fuldaer Jugendlichen ihre Ideen, ihre technische Kreativität und ihren Teamgeist in Jeonju, südlich von Seoul, präsentieren – Seite an Seite mit Mannschaften aus aller Welt.

Für die Jugendlichen ist es eine einmalige Gelegenheit: internationale Begegnungen, ein globaler Austausch über Technik und Wissenschaft und der Stolz, ihre Schule, ihre Stadt und ihr Land auf der großen Bühne der Robotik vertreten zu dürfen.

Ein Erfolg, der viele Mitstreiter hat

Ermöglicht wird dieser Weg durch engagierte Unterstützer wie HKS und die Hochschule Fulda. Wer die Reise des Teams ebenfalls fördern möchte, kann dies über den Förderverein der Schule tun (siehe Spendeninfo).

Förderverein „Wir Freunde des Domgymnasiums e.V.“

Stichwort „Robotik-Team 1337.exe“

IBAN DE79 5305 0180 0000 0747 37 (Spendenquittung erfolgt)

Das Team ist hochmotiviert – und Fulda kann stolz sein: „1337.exe“ zeigt, welche Energie, Kreativität und technische Exzellenz in der jungen Generation steckt.

FLL Team KI generiert 2

Zahlen, Daten, Fakten zur FIRST LEGO League

• 185.000 teilnehmende Kinder und Jugendliche seit 2001
• 1.040 Teams weltweit in der Saison 2024/25
• 84 % verbessern ihre MINT-Fähigkeiten
• 71 % steigern ihre Problemlösefähigkeit
• 83 % lernen, Ideen klarer auszudrücken
• 91 % stärken ihre Teamfähigkeit

Die Teilnehmenden erlernen essenzielle Kompetenzen wie Programmieren, Konstruieren, Forschen, Präsentieren und Teamarbeit, die sie sowohl in der Schule als auch im späteren Berufsleben anwenden können.

Schulen erhalten durch die FIRST LEGO League Impulse, ihren Unterricht praxisorientierter, fächerübergreifender und kreativer zu gestalten, wodurch die Qualität der MINT-Bildung steigt.

Die Teilnehmenden lernen komplexe Zusammenhänge zu verstehen und Lösungen für Probleme zu finden, für ein verantwortungsvolles Handeln in der Zukunft.

Daniel Rausch

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