Am 10.03. fand in Wetzlar das Nordhessenfinale des bundesweiten Wettbewerbs Jugend debattiert statt. Emilia Mönnich aus der Q2 hatte sich hierfür im Regionalfinale des Verbundes Fulda in der Altersgruppe II durchgesetzt und durfte unsere Schule vertreten. Dem Nordhessenfinale ging das Regionalsiegerseminar voraus, das die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf die Landesqualifikation in Wetzlar vorbereitet. Emilia kam mit tollen Eindrücken und begeistert von diesem zurück: „Das Regionalsiegerseminar war auf jeden Fall eine Erfahrung, die ich nicht hätte verpassen wollen. Ich habe nicht nur sehr nette Leute kennengelernt, sondern auch die Chance bekommen, die Tricks und Kniffe einer Debatte und der Rhetorik generell von echten Profis zu lernen.“
Beim Nordhessenfinale müssen die Debattanten an zwei unmittelbar aufeinanderfolgenden Debatten teilnehmen. Die erste Streitfrage lautete „Soll der Besuch eines Kindergartens für Kinder ab 3 Jahren verpflichtend sein?”. Nach einem Feedback durch die Jury und einer kurzen Pause fand die zweite Debatte zu der Frage „Sollen arbeitende Strafgefangene den gesetzlichen Mindestlohn erhalten?”. In beiden Debatten konnte Emilia gegen sehr starke Mitdebattanten ihren Standpunkt prägnant, schlagfertig und wortgewandt darlegen. Die Jury lobte vor allem ihre große Fähigkeit, Argumente strukturiert, klar und überzeugend zu präsentieren, ihre hohen Redeanteile und ihre fundierte Sachkenntnis.
Von den 16 Teilnehmern für die Altersgruppe II, die aus vielen Schulen in Nord- und Osthessen, aber auch aus Gießen und dem Main-Kinzig-Kreis angereist waren, konnten sich allerdings nur zwei für die nächste Runde, die am 26. März im Hessischen Landtag in Wiesbaden stattfinden wird, qualifizieren. Auch wenn Emilia leider die Qualifikation zum Landesfinale mit dem dritten Platz denkbar knapp verpasste, hat sie sich sehr gut präsentiert und die Rabanus-Maurus-Schule würdig vertreten. Auch wenn die Enttäuschung im ersten Moment sehr groß war, schaut Emilia stolz auf das Erlebte zurück: „Auf dem Nordhessenfinale konnte ich das auf dem Regionalsiegerseminar neu Erlernte direkt in der Praxis anwenden und durfte zwei sehr spannende und ertragreiche Debatten führen. Für all diese Erfahrungen bin ich ausgesprochen dankbar.“ Emilia kommt nun die Rolle der Nachrückerin zuteil – eine kleine Chance, möglicherweise doch noch in Wiesbaden an den Start gehen zu können.
Dass dies durchaus gelingen kann, hat Kilian Keller vom Marianum bewiesen, der als Nachrücker beim Nordhessenfinale zum Einsatz kam und knapp vor Emilia auf dem 2. Platz landete und damit nun im hessischen Landesfinale von Jugend debattiert steht. Wir drücken ihm als osthessischen Teilnehmer die Daumen und wünschen gutes Gelingen! Ein großer Dank geht an der Stelle auch an Emilia für ihr starkes Engagement und ihren gelungenen Auftritt.
Der Beitrag der jungen Debattanten zu einer positiven Streitkultur in unserem Land kann nicht hoch genug geschätzt werden. Mit Sicherheit haben sie alle enorm von dieser Erfahrung und insbesondere von dem Rhetorik-Seminar, an dem sie als Regionalsieger teilnehmen durften, profitiert. Hoffentlich werden sie das Gelernte in ihren Klassen, Schulen und in ihrem Umfeld verbreiten und weitergeben und nachfolgende Schülerinnen und Schüler bestärken, ebenfalls an Jugend debattiert teilzunehmen bzw. die Debattenkultur in unserem Land zu pflegen.
Barbara Kiel