Am Dienstag, dem 9.12., waren wir, die Klasse 5e, gemeinsam mit unserer Klassenlehrerin Frau Kiel sowie Frau Schütze, der UBUS-Kraft an unserer Schule, und Frau Lehmann in dem interaktiven Theaterstück namens Trau Dich!, das vom Schultheaterstudio Frankfurt aufgeführt wird. In diesem Stück geht es um sexuellen Missbrauch und über die damit verbundenen Themen Gefühle, Grenzen und Vertrauen. Das Stück ist extra für Kinder und Jugendliche im Alter von 8 bis 12 Jahren entwickelt worden. Trau Dich nimmt die Schülerinnen und Schüler mit auf eine einerseits spielerische, andererseits aber auch ernste Entdeckungsreise über die Themen sexueller Missbrauch, Kinderrechte und sexuelle Aufklärung.
In zwei Unterrichtsstunden hatten Frau Schütze und Frau Lehmann uns zunächst auf den Theaterbesuch vorbereitet und uns auf das sensible Thema eingestimmt, bevor wir dann am 9.12. gemeinsam von der Schule in Richtung Orangerie aufbrachen, wo das Theaterstück aufgeführt wurde.
Als Erstes haben sich die Schauspieler vorgestellt. Danach informierten sie uns darüber, dass es mehrere Stücke bzw. Geschichten geben wird, die in abwechselnder Reihenfolge gespielt werden. Die verschiedenen Geschichten handelten von Alina, Paula und Vladimir und ihre Erfahrungen mit sexuellem Missbrauch.
Mit dem Stück wollten die Schauspieler klar machen, dass man seinen Willen sagen darf. Außerdem wollten sie mit dem Stück erkennen lassen, dass es gute und schlechte Geheimnisse gibt. Es ging auch darum, dass wenn jemand anderes dir etwas sagt, du es erst machen solltest, wenn du bereit dafür bist. Man sagt auch immer, dass man auf sein Bauchgefühl hören soll.
In dem Theaterstück gab es nicht viele Requisiten für die drei Geschichten. Es gab nur ein weißes Tuch und eine Erhöhung. So wurde man nicht von dem Inhalt des Stückes abgelenkt.
Im Hintergrund gab es auf der Bühne eine Leinwand, auf welcher Kinder abgebildet waren, die während des Stücks etwas erzählt oder das Dargestellte kommentiert haben.
Das sollte das Theaterstück uns vermitteln:
Trau-Dich heißt unter anderem:
- Ich weiß, was ich kann.
- Ich darf einen Willen durchsetzen.
- Ich muss mich für etwas bereit fühlen.
- Ich darf Nein sagen.
- Es gibt gute und schlechte Geheimnisse.
- Ich darf meine Gefühle zeigen.
Das Theaterstück hat uns sehr beeindruckt und wir haben im Anschluss an den Theaterbesuch noch zwei Unterrichtsstunden das Thema nachbesprochen und uns zum Beispiel darüber ausgetaucht, wie wir uns an Alinas, Paulas und Vladimirs Stelle verhalten hätten bzw. verhalten würden. Auch offene Fragen konnten in der Nachbesprechung geklärt werden, da durch die vielen Szenenwechsel in dem Stück nicht allen alles immer ganz klar geworden ist.
Unser Fazit: Die gezeigten Geschichten sind zum Teil sehr bewegend und auch manchmal auf gewisse Weise brutal. Wir würden Trau Dich! anderen Klassen aber auf jeden Fall weiterempfehlen. Wir haben aus dem Theaterstück gelernt, dass wenn wir ähnliche Probleme wie Alina, Paula oder Vladimir haben, mit unserer Familie oder Freunden darüber reden sollten.
Wenn auch ihr mal Probleme in der Familie, im Verein oder in anderen Situationen habt, könnt ihr euch auch unter der nachfolgenden Nummer Hilfe holen: 116 111. Das ist die Nummer gegen Kummer, die man bei allen Problemen – nicht nur bei der Erfahrung mit sexualisierter Gewalt – wählen kann und dann Unterstützung bekommt.
Jasmin Auth und Martha Möller (beide 5e)