Begleitet von Herrn May und Frau Trapp erlebten wir, die Klasse 9f, vom 09.– 13.03. unseren ersten gemeinsamen Austausch. Nach einer amüsanten fünfstündigen Fahrt durften wir endlich unsere Austauschpartner und -partnerinnen in den Niederlanden persönlich kennenlernen. Wir wurden herzlich willkommen geheißen, bekamen direkt eine Schulführung und machten einige Sportspiele. Alle von uns waren begeistert von der schönen und modernen Schule. Besonders gefallen hat uns die Einrichtung der verschiedenen Klassenräume. Selten hat man mehrmals einen identischen Raum gesehen. Auch die vielen „Schul“-Tiere, z. B. Ponys, Hühner, Katzen, Esel und Schlangen, haben uns fasziniert.

Den ersten Abend verbrachten wir dann in unseren Gastfamilien. Wir haben alle sowohl positive als auch negative Erfahrungen gemacht. Schon am ersten Tag stellten wir die vielen Unterschiede unserer Kulturen fest. Außerdem wurden wir direkt – und das nicht nur einmal – vom Regen erwischt.

Der Dienstagmorgen startete für jeden mit einer Fahrradtour zur Schule, denn öffentlichen Nahverkehr gab es kaum. Manche von uns waren teilweise bis zu einer Stunde unterwegs. Und weil das noch nicht genug war, begann unser erster Ausflug ebenfalls mit einer Fahrradtour in die Nachbarortschaft. Um die Stadt Harderwijk besser kennenzulernen, machten wir eine Stadtrallye und radelten anschließend noch zum Bowlen. An den Abenden trafen wir uns oft in größeren Gruppen und verbrachten gemeinsam Zeit.

Auf das Programm am Mittwoch hatten wir uns sehr gefreut: Es ging nach Amsterdam. Nach einer Stunde Busfahrt waren wir angekommen und besuchten zunächst das Street-Art-Museum am Rande von Amsterdam. Danach ging es in die Innenstadt. Für die freie Zeit hatten wir alle schon große Pläne.

Am Donnerstag durften wir einige Stunden am regulären Unterricht teilnehmen und viele Gemeinsamkeiten, aber auch Unterschiede erkennen. Anschließend mussten wir selbst ran: Ein Kunstprojekt zusammen mit den Niederländern stand auf dem Programm. Wir erstellten ein eigenes Bild, in das ein echtes Bild aus unserem Museumsbesuch eingebaut wurde. Man sollte das Originalbild erkennen können, aber gleichzeitig der eigenen Kreativität freien Lauf lassen.

Am Nachmittag hatten wir nur kurz Freizeit, danach ging es mit unseren Gastfamilien direkt wieder in die Schule. Wir stellten unsere Kunstprojekte vor und genossen bei traditionellem Essen den letzten gemeinsamen Abend in den Niederlanden.

Am Freitag ging es schon früh los und wir traten die lange Heimfahrt an. Ab diesem Moment freuten wir uns schon riesig auf den kommenden Rückbesuch.

Rückbesucher der Niederländer in Fulda

Am 13.04. durften wir endlich unsere Austauschpartner auch bei uns zu Hause willkommen heißen. Der Montag bei uns lief ähnlich ab: Wir haben gemeinsam Kuchen gegessen, eine Schulführung organisiert und ein paar kleine Sportspiele gemacht.

Am Dienstag ging es dann zu Fuß durch Fulda. Mit unseren eigenen Stadtkenntnissen mussten wir unseren Partnern eine Stadtführung geben. Aufgrund des schlechten Wetters mussten wir den nächsten Tag umplanen. Unsere geplante Monsterroller-Tour wurde durch einen Besuch in der Boulderhalle ersetzt, was genauso viel Spaß gemacht hat.

Am Mittwoch ging es zu unseren regulären Schulzeiten los, was unsere niederländischen Freunde nicht besonders erfreut hat. Wir fuhren mit dem Zug nach Frankfurt. Dort durften wir vom Main Tower aus eine wunderschöne Aussicht genießen. Besonders Glück hatten wir an diesem Tag mit dem Wetter, sodass man fast über ganz Frankfurt schauen konnte. Weiter ging es zu einem Workshop, bei dem wir spielerisch in das Thema KI einsteigen konnten. Den restlichen Nachmittag verbrachten wir in der Innenstadt Frankfurts.

Am Donnerstag konnten unsere niederländischen Freunde unseren regulären Unterricht besuchen, der sich insgesamt doch recht von dem Unterricht in den Niederlanden unterscheidet. Zur Mittagszeit ging es schließlich für uns alle in die Jugendkulturfabrik. Hier konnten wir uns ganz persönlich entfalten: vom Graffiti-Sprühen über Kochen bis hin zum Skateboardfahren und noch vieles mehr.

Am Abend hieß es dann schon langsam Abschied nehmen. Wir trafen uns noch einmal mit allen Gästen und Gastfamilien in der Schule zu einem gemeinsamen Essen und Abschiednehmen. Am Freitagmorgen ging es dann auch für die Niederländer früh zurück in ihre Heimat beziehungsweise direkt in die Ferien. So war unser lang ersehnte Austausch dann auch schon wieder vorbei.

Paula Langgut, Melina Smirnov und Jan Bösch

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