Vom 18. bis 19. April reisten wir mit unserem Robotik‑Team 1337.exe zum D‑A‑CH‑Finale der FIRST LEGO League nach Leipzig – und kehrten mit einem erneut beeindruckenden Ergebnis, unzähligen Eindrücken, neuen Kontakten und jeder Menge frischem Tatendrang nach Fulda zurück.
WIR, das sind Mia Gesang, Benedikt Naujoks, Felix Hohmann, Tim Herbert, Henry Müller und Coach Daniel Rausch.

Der Wettergott meinte es nicht wirklich gut mit uns. Doch trotz des Dauerregens war die Atmosphäre vor Ort von Beginn an phänomenal. Die historische Kulisse des Leipziger Rathauses, überall Technik, Roboter, Teams aus Deutschland, Österreich und der Schweiz – insgesamt 25 der besten Challenge‑Teams der Saison – sorgten für echtes Wettbewerbsfieber. Unsere Stimmung im Team war durchweg positiv, die Motivation hoch.

Wir waren bereits am Freitag angereist, um den Abend intensiv für die letzten Vorbereitungen unserer Präsentationen vor der Fachjury zu nutzen. Mit großen Ambitionen gingen wir in das Wochenende: Beim Qualifikationsfinale in Siegen Anfang März hatten wir uns mit starken Leistungen in allen Kategorien den 2. Platz unter den Champions gesichert – doch mit unserer Performance im Robot‑Game waren wir dort nicht ganz zufrieden gewesen. Die Konsequenz: ein nahezu kompletter „Reboot“ unseres Roboters KeKe und der Module für das Spielfeld. Erst kurz vor Leipzig kamen wir bei Tests in unserem Robotikraum in der Schule nahe an den ersehnten Full‑Run von 545 Punkten heran.

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Der Samstag stand ganz im Zeichen des Kennenlernens, Testens und des Austauschs. Wir bauten unsere Team‑Zone auf, präsentierten unser Forschungsprojekt und machten ein wenig Werbung für unsere Heimatstadt Fulda. Erste Mini‑Challenges, Probeläufe und viele Gespräche mit anderen Teams prägten den Tag. Am Abend folgte das große Team‑Event in der Moritz‑Bastei – eine tolle Gelegenheit, sich auszutauschen, neue Kontakte zu knüpfen und FLL‑Spirit zu leben. Trotzdem war auch danach noch nicht Schluss: Der Abend endete mit dem Feinschliff für unsere Präsentationen in Robot‑Design und Forschungsprojekt, die am Sonntag vor der Jury anstanden.

Dann kam der ersehnte Wettkampftag am Sonntag – Spannung pur. Zuhause fieberten Freunde und Familie im Livestream mit. Gleich im ersten Lauf des Robot‑Games erzielten wir 540 Punkte, nahezu ein Full‑Run! Nur zwei Teams erreichten die maximale Punktzahl von 545 Punkten. Für uns bedeutete das zunächst Platz 3 im Robot‑Game und die sichere Qualifikation für das Viertelfinale. Mit stabilen und konstanten Runs setzten wir uns in den direkten Duellen durch und zogen schließlich ins Finale ein.

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Was folgte, war ein Herzschlag‑Finale, wie es die FIRST LEGO League so noch nicht erlebt hatte: Mit dem Team „Strg+R(obotics)“ aus Heidelberg lieferten wir uns einen packenden Zweikampf. Nach dem regulären Finaldurchgang – Punktegleichstand. Erstes Stechen – wieder Gleichstand. Zweites Stechen – ERNEUT Gleichstand! Die Referees zogen sich kurz zurück und verkündeten schließlich das Ergebnis:
1. Platz im Robot‑Game – gemeinsam für 1337.exe und Strg+R(obotics)! Auf der Bühne folgte ein kollegiales, humorvolles „SchnickSchnack­Schnuck“ um den Pokal – und dann jubelten wir gemeinsam, die Hände nach oben gerissen, im großen Saal des Leipziger Rathauses. Unser Pokal wird uns bald in der Schule erreichen – wir freuen uns schon sehr darauf – die Vitrine in der Aula ist bereits dafür vorbereitet 😉.

Auch abseits des Robot‑Games wurde unsere Arbeit  vielfach gewürdigt. Unser Robot‑Design und unser Forschungsprojekt – ein Scanner für archäologische Funde – überzeugten die Jury in technischer Umsetzung, Kreativität und Praxistauglichkeit. In beiden Kategorien konnten wir vor allem mit einem kontinuierlichen Verbesserungsprozess, der ständigen Weiterentwicklung unserer Ansätze punkten. Der Austausch mit anderen Teams, spannende Vorträge zu Archäologie und Robotik sowie viele inspirierende Gespräche machten das Finale zu einem echten Lern‑ und Gemeinschaftserlebnis.

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Erschöpft, aber sehr glücklich kehrten wir nach Fulda zurück – mit einem klaren Ziel vor Augen: dem FLL Open Invitational vom 3.–5. Juli in Jeon‑ju (Korea). Getreu unserem Motto „Build. Break. Improve.“ arbeiten wir nun weiter an unserer Roboter‑Performance und unserem Forschungsprojekt – eine neue Herausforderung, diese Entwicklungen bald auch auf Eng­lisch vor einer international besetzten Jury zu präsentieren.

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Ein herzliches Dankeschön an unsere größten Förderer HKS, JUMO, Hubtex, FFT, TechHub Region Fulda, Ewald Vollmer Stiftung, Hochschule Fulda, an das Domgymnasium sowie an alle weiteren Unterstützer. Danke auch an REWE Patrick Linn für die tolle Verpflegung  des Teams. Ohne diesen  Support wären unsere Wettbewerbsteilnahmen so nicht möglich.

Leipzig war unvergesslich – jetzt gehen wir mit großen Schritten Richtung Korea!

                                                         Daniel Rausch

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