Austauschprogramme mit unseren europäischen Partnerschulen

In der Woche vor und nach den Osterferien stand das Domgymnasium ganz im Zeichen verschiedener Austauschfahrten. So besuchten vor den Ferien französische Schüler Fulda, Gruppen des Domgymnasiums fuhren nach Holland, Kroatien und Mailand. Gleich im Anschluss an die Ferien erfolgte der Gegenbesuch der holländischen Schülerinnen und Schüler in Fulda und die Klasse 9b nahm an einer deutsch-polnischen Begegnungswoche in Blossin im Landkreis Dahme-Spreewald (Brandenburg) teil.

Deutsch-polnische Begegnungswoche in Blossin

Am Sonntagmorgen, dem 21.04., trafen wir, die Klasse 9b mit Herrn Götz und Frau Strathmann, uns um 7.30 Uhr am Bahnhof. Durch einen überraschenden Wintereinbruch lag sehr viel Schnee, doch alle haben es einigermaßen pünktlich zum Bahnhof geschafft. Nach einer Verspätung des Zuges sowie einem Gleiswechsel, sind wir dann um 8.20 Uhr mit dem ICE nach Berlin gefahren. Dort mussten wir dann mehrmals umsteigen, bevor wir uns in Richtung Landkreis Dahme-Spreewald (Brandenburg) aufmachten. Gegen Nachmittag sind wir dann in der Jugendherberge, dem Jugendbildungszentrum Blossin, angekommen. Im Laufe des Tages bezogen wir unsere Zimmer und lernten das schöne, am Wolziger See gelegene und naturnahe Gelände der Anlage kennen. Den Tag beendeten wir mit einem Sprachworkshop, in dem wir uns gegenseitig vorgestellt und die Schülerinnen und Schüler unserer Partnerschule aus Wałbrzych / Polen kennengelernt haben.

Der folgende Tag, Montag, startete mit einem Sprachworkshop, mit dessen Hilfe wir die Unterschiede der polnischen und deutschen Kultur kennenlernten. Nach dem Mittagessen begaben wir uns auf eine digitale Schnitzeljagd, bei der wir, auf verschiedene Teams aufgeteilt, Informationen über das Jugendbildungswerk und über dessen Geschichte lernten. Zum Abschluss des Tages nahmen wir an der „Ballaction“ teil, wo wir unter anderem lernten, auf sein Team zu vertrauen, indem man mit verbundenen Augen Völkerball spielt und von zwei Personen geführt wird, um nicht abgeworfen zu werden.

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Am dritten Tag unserer Begegnungsreise machten wir uns – insgesamt 45 Schülerinnen und Schüler, vier Lehrerinnen und Lehrer und die Workshopleiterinnen Anita und Magdalena sowie Matthieu aus der Jugendbildungsstätte mit dem Zug auf den Weg nach Berlin. Dort durften wir an einer Stadtrallye teilnehmen, bei der wir die verschiedenen Sehenswürdigkeiten Berlins, wie den Reichstag, das Holocaust-Denkmal, das Brandenburger Tor, den Checkpoint Charlie und den Fernsehturm besuchten und Aufgaben zu ihnen erfüllen konnten. Im Anschluss an die Rallye hatten wir noch viel Zeit, um eigenständig in Kleingruppen die Stadt weiter zu erkunden, in den Shoppingcentern einzukaufen oder anderes zu unternehmen.

Den Mittwoch, unseren vierten Tag, haben wir mit einem weiteren Sprachworkshop begonnen, in dessen Verlauf wir den für später geplanten deutsch-polnischen Abend vorbereiteten. Nach dem Mittagessen durften wir dann alle an einer geführten Kanutour teilnehmen. In den sogenannten „Kanadiern“ konnten wir so den Wolziger See und seine Bewohner genauer entdecken.

Diesen Tag beendeten wir mit einem Wildgrillen, bei dem wir mit dem Abendessen an den Wolziger See gingen und dort in einem Grillhäuschen unsere Würstchen gegrillt haben. Aufgrund des schlechten Wetters konnten wir leider nicht draußen sitzen, sondern mussten in dem Grillhäuschen bleiben; dennoch war dieser Abend ein schönes Erlebnis mit unseren polnischen Austauschschülerinnen und -schülern, die uns im Rahmen dessen auch einen polnischen Tanz beibrachten und von uns im typisch deutschen Discofox fit gemacht wurden.

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Am Donnerstag, dem fünften Tag, haben wir unseren letzten Workshop absolviert. Dieser diente hauptsächlich dem Blick in die Zukunft und auch der Reflexion. Auf verschiedenen Tischen waren Bögen ausgelegt, auf denen wir auf unterschiedliche Weise unser Feedback abgeben konnten, indem wir z. B. aufschrieben, was uns gut oder was uns nicht so gut gefallen hat. Ebenso konnten wir Vorschläge machen, wie man verschiedene Aspekte noch verbessern könnte. Nach dem Mittagessen haben wir uns dann zur Sporthalle begeben und uns erneut in Teams aufgeteilt. Das eine Team ging zuerst zur Kletterwand, um zu klettern, was allen sehr viel Spaß gemacht hat. Danach hat das eine Team an einer Teamaction teilgenommen, während das andere Team zur Kletterwand ging. Bei dieser Teamaction ging es darum, dem Team zu vertrauen und gemeinsam zu arbeiten. Zuerst mussten wir gruppenweise durch ein schwingendes Seil laufen, anschließend wurden wir von durch uns ausgewählte Schüler blind durch einen Teil der Anlage der Jugendherberge geführt und zum Schluss mussten wir “aus einem Gefängnis ausbrechen”. Es wurden drei Seile gespannt, die man nur von oben passieren durfte. Hier musste das Team einander über die Seile heben, bis alle entkommen waren. Nach dem Abendessen fand dann eine Disco statt. Dafür konnten wir eine gemeinsame Playlist mit deutschen und polnischen Liedern erstellen und haben einen schönen Abend miteinander verbracht.
Am Freitag, unserem letzten Tag, machten wir uns nach dem Frühstück kurz vor zehn Uhr auf unsere Heimreise mit dem Reisebus. Obwohl es eine lange Reise von ca. sechs Stunden Fahrt war, verlief sie reibungslos und ohne Staus, sodass wir wohlbehalten um 15.45 Uhr vor der Schule ankamen.

Im Allgemeinen wurden bei dem Austausch einige neue Freundschaften geknüpft und der Kontakt mit den neuen Freunden wird sicher (teilweise) aufrechterhalten. Wir haben eine schöne Zeit mit den polnischen Schülerinnen und Schülern verbracht, die wir teilweise selbst mitgestalten durften, und hoffen, den ein oder anderen wiederzutreffen.

Eileen Stehling und Lars Burkard, 9b

Mailand-Austausch

Am 17.03. machten sich 20 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe Q2 in Begleitung von Frau Dr. Wehner-Gutmann und Frau Schmidt mit dem Bus auf den Weg nach Mailand. Unsere Austauschpartner kannten wir bereits, da sie uns in der Jubiläumswoche im September letzten Jahres besucht hatten. Nach der Ankunft in Mailand ließen wir den Abend in den Gastfamilien ausklingen.

Am Montag wurden wir zunächst von der Direktorin des Liceo Classico “C. Beccaria“ begrüßt.
Danach besuchten wir das Museo della Scala und die Galleria Vittorio Emanuele II und genossen von der Aussichtsterrasse des Mailänder Doms den Blick über die Stadt.
Im Anschluss besuchten wir weitere Sehenswürdigkeiten und das Künstlerviertel Brera, sodass wir einen guten Eindruck von Mailand gewinnen konnten.

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Der Besuch von Fuldas Partnerstadt Como stand am Dienstag auf dem Programm. Dort empfing uns der Bürgermeister der Stadt im Rathaus. Daran schlossen sich eine Besichtigung der Stadt und eine Bootsfahrt über den Comer See an.

Nach der Teilnahme am italienischen Unterricht besichtigten wir am Mittwoch die Basilica di Sant ‘Ambrogio und besuchten das Museo Archeologico, um dem römischen Mailand auf die Spur zu kommen. Am frühen Nachmittag konnten wir im Castello Sforzesco die Pietà Rondanini von Michelangelo bewundern.

Am Donnerstag fuhren wir mit dem Zug nach Cesano Maderno und erhielten dort eine Führung durch den aus dem 17. Jahrhundert stammenden Palazzo Arese Borromeo. Die gemeinsame Mittagspause verbrachten wir anschließend im zugehörigen Park. Zurück in Mailand ließen wir den Nachmittag im neu errichteten City Life ausklingen. Den Austausch beendeten wir mit einem gemeinsamen Abschlussfest in der Schule.

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Am Freitag, dem 22.03., reisten wir früh mit dem Bus ab und erreichten Fulda gegen Nachmittag. Von der ereignisreichen Woche sind uns besonders die Stadtführungen durch Mailand, das kleinere Como und die idyllische Bootsfahrt über den Comer See in Erinnerung geblieben.
 
Wir danken unseren italienischen Freunden, dass sie die gemeinsame Woche organisiert und uns so gastfreundlich aufgenommen haben.

Veronika Hohmann und Anna Schöppner, Q2

Austauschfahrt nach Zagreb/Kroatien

Nachdem unsere kroatischen Austauschschülerinnen und -schüler uns bereits im September letzten Jahres für eine Woche besucht hatten, fand nun vom 14 –21.03. der Rückaustausch nach Zagreb statt. Da bereits während des Besuchs der Kroaten bei uns gute Beziehungen und Freundschaften entstanden sind, haben wir der einwöchigen Reise natürlich mit großer Vorfreude entgegengesehen.
Unsere Anreise begann am frühen Donnerstagmorgen am Fuldaer Bahnhof. Nach etwa 15 Stunden Fahrt mit Umstiegen in München, Salzburg und Villach haben wir gegen 21.00 Uhr den Hauptbahnhof in Zagreb erreicht, wo uns unsere Austauschschüler mit großer Freude in Empfang nahmen. Nach dem Kennenlernen der Gastfamilien und einem gemeinsamen Abendessen waren wir sicherlich alle froh über ein wenig Erholung von der doch recht anstrengenden Hinfahrt.

Für unseren ersten Tag in Zagreb hatten unsere kroatischen Gastgeber eine deutsche Stadtführung organisiert, bei der sie uns die Sehenswürdigkeiten und historischen Plätze der Stadt vorstellten. Am Nachmittag fand gemeinsamer Unterricht in den Fächern Sport und Englisch statt, bevor wir am Abend die Zeit zur freien Verfügung hatten.
Der Samstag stand den Familien zur freien Verfügung und wurde von vielen für ein Erkunden der Umgebung oder für Aktivitäten mit den Gastfamilien genutzt.
Am Sonntag war eine Wanderung zum Besucherzentrum Medvedgrad geplant, wo wir eine englische Führung durch die Burg erhielten. Auf dem Rückweg gab es ein gemeinsames Mittagessen in der Berghütte Graficar, bevor wir am späten Nachmittag wieder an unserem Ausgangspunkt angekommen sind.

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Für den Montagvormittag waren weitere Unterrichtshospitationen in den Fächern Englisch, Bio/Chemie und Deutsch geplant. Man versuchte dabei, uns durch bilingualen Unterricht so gut wie möglich in die Konversationen zu integrieren. Anschließend hatten wir Zeit, um Mittag zu essen und ein wenig die Stadt zu erkunden, bevor wir uns am Nachmittag in Kleingruppen für den Besuch eines Schokoladenmuseums getroffen haben.

Von Dienstag auf Mittwoch fand unser zweitägiger Ausflug in die Küstenstadt Zadar statt.
Auf der Hinfahrt mit dem Reisebus stoppten wir für eine Führung durch das Nikola Tesla Museum in Smiljan. Anschließend besichtigten wir mit einer deutschsprachigen Stadtführerin das malerische Zentrum von Zadar, darunter die Meeresorgel, eine beliebte Installation, die viele Touristen nach Zadar führt. Es folgte ein gemeinsames Mittagessen und ein wenig Freizeit, in der wir das sonnige Wetter und die angenehmen Temperaturen genießen konnten. Den Abend verbrachten wir in einem großen Hotel mit Pool, Sauna und Buffet. Ein Aufenthalt, der uns allen sicher noch lange in Erinnerung bleiben wird!

Am nächsten Morgen haben wir uns nach einem gemeinsamen Frühstück auf die Rückfahrt nach Zagreb gemacht, mit einem Zwischenstopp für eine kurze, aber sehr schöne Wanderung durch die Wasserfälle des Krka Nationalparks.
In Zagreb war an diesem Abend der Beginn eines mehrtägigen Lichterfests mit bunten Lichtinstallationen in der ganzen Stadt, die wir uns bei unserer Rückkunft in Kleingruppen anschauten. Es war schön, die Stadt von einer anderen Seite und in dieser besonderen Atmosphäre erleben zu können.

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Mit dem Donnerstag brach bereits unser letzter Tag in Kroatien an. Nach Verabschiedung von den Gastfamilien trafen wir uns noch einmal zum gemeinsamen Bowlen, bevor wir gegen Mittag mitsamt Gepäck und kroatischen Austauschschülern zum Hauptbahnhof fuhren, von wo wir unsere lange Heimreise nach Fulda antraten.
Aller Abschied ist schwer, doch für diesen traf das Sprichwort besonders zu. Über die Woche sind neue Freundschaften entstanden, andere haben sich vertieft und vielleicht sogar die ein oder andere kleine Liebesgeschichte hervorgebracht … 
Fest steht, wir alle hatten eine wunderschöne Zeit in Kroatien, der Kontakt zu unseren Austauschschülerinnen und -schülern wird in vielen Fällen mit Sicherheit bestehen bleiben und auch so manches Wiedertreffen ist schon in der Planung.
 
Wir danken Ihnen, Frau Lehmann und Frau Schramm, für die Möglichkeit zu diesem tollen Austausch und für die nette Betreuung und hoffen, dass wir Sie beide nicht zu viele Nerven gekostet haben!

Leonie Sommer, E2b

Austausch mit Gorinchem (Niederlande)

Gemeinsam mit der Klasse 9a machten wir uns früh am Morgen auf dem Weg nach Holland. Nachdem wir unsere Parallelklasse in Ermelo abgesetzt hatten und den herzlichen Empfang mit den dortigen Gastschülerinnen und Gastschülern miterleben konnten, stieg die Aufregung, wie wir wohl in einer guten Stunde selbst an unserer Partnerschule, dem Lyceum Oudehoven, empfangen werden würden.

Eventuelle Sorgen oder Ängste waren unbegründet. Schnell ging es an diesem Nachmittag in die Gastfamilien, die bereits einige Aktivitäten für uns geplant hatten. So gingen einige auf den Fußballplatz, andere mit ihren Austauschpartnern zum Training ihres jeweiligen Hobbies und wieder andere zum gemeinsamen Pizzaessen.
Am kommenden Tag war zunächst Projektunterricht in der Schule angesagt. Unsere Gruppe wurde gedrittelt und jede Teilgruppe behandelte typische Unterschiede zwischen den Niederlanden und Deutschland unter einer anderen Perspektive. So wurden u.a. Kurzpräsentationen zu typischen niederländischen Süßigkeiten gehalten oder ein Quiz zu holländischen bzw. deutschen Erfindungen gespielt. Am Nachmittag erkundeten wir dann das Stadtzentrum von Gorinchem.

Der Mittwoch widmete sich der großen Flutkatastrophe aus dem Jahr 1953. Damals brachen aufgrund einer extremen Sturmflut an ca. hundert Stellen die Deiche und über tausend Menschen starben in den Fluten. Wir besuchten ein Museum, das in vier großen Betonblöcken eingerichtet wurde, die damals das Loch im Deich an dieser Stelle provisorisch verschlossen.

Anschließend ging es für einen kurzen Abstecher an einen Strand. Trotz kühlen Temperaturen und starkem Wind wagten sich fünf Tapfere für wenige Minuten ins Wasser, während sich die übrigen beim Strandfootball, Volleyball oder Fußball austobten.

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Naturalis hieß das Naturkundemuseum, welches im Jahr  2021 zum besten Museum Europas prämiert wurde und wir am Donnerstag in Leiden besuchten. Die Ausstellung zeigt u.a. das Skelett eines Tyrannosaurus Rex, eine interaktive Eiszeitlandschaft und hält darüber hinaus kuriose Exponate zu den Themen Fortpflanzung und Tod bereit.
Während sich unsere Lehrerinnen und Lehrer am Nachmittag ein sonniges Plätzchen am Kanal in Leiden suchten, stürmten wir den hiesigen McDonalds und andere Fast Food-Restaurants der Stadt. Der abschießende Abend in den Familien wurde z.T. mit Pizza gefeiert und bei vielen kam der Gedanke auf, dass wir gerne noch einige Tagen bleiben würden.
Dennoch ging es am Freitagmorgen mit vielen Erfahrungen und schönen Erinnerungen im Gepäck wieder in Richtung Fulda. Wir freuten uns bereits auf der Rückfahrt auf den Gegenbesuch der Niederländer, bei dem wir unseren Austauschpartner dann auch unsere Schule und Stadt näherbringen wollten.

In der Woche vom 15.–19.04. war es dann so weit und wir konnten unsere niederländischen Gäste in Fulda willkommen heißen. Leider spielte uns in den ersten Tagen das Wetter einen Streich, aber dennoch konnten freudvolle Programmpunkte unternommen werden. Neben einem Videoprojekt mit dem Thema „typisch Niederlande – typisch Deutsch“ beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler mit „Korfball“, einer in den Niederlanden sehr populären Sportart. Weiterhin waren die Ähnlichkeit und die Bedeutung einzelner Wörter aus beiden Sprachen Gegenstand des Projektunterrichts. Anhand einer Geocaching-Tour wurde die Innenstadt Fuldas erkundet und in der Jugend-Kultur-Fabrik konnten alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihren Interessen nachgehen. Angefangen vom Bouldern, über gemeinsames Musizieren, Gestalten eines Graffitis bis hin zum Kochen des Mittagessens für die gesamte Gruppe, gab es jede Menge Gelegenheiten, um miteinander in Austausch zu kommen.

Da auch im Abendprogramm innerhalb der Familien viele Programmpunkte und gemeinsame Aktivitäten stattfanden, waren alle am Ende der Woche doch einigermaßen erschöpft. Mit vielen Erlebnissen und Erfahrungen verabschiedeten wir unsere Gäste und eventuell gibt es mit dem ein oder anderen Austauschpartner ein Wiedersehen.

Sebastian Siller

Frankreichaustausch mit Landser

Mittwoch, der 13.03., kennzeichnete den Start des Frankreich-Austausches. Am Abend dieses Tages warteten die acht Schüler des Domgymnasiums und 29 Schüler der Winfriedschule aufgeregt auf ihre Austauschschüler aus Landser. Diese kamen nach ihrer langen Fahrt mit Abstecher nach Frankfurt am Main mit dem Bus in Fulda an. Dort wurden sie herzlich von den Gastfamilien in Empfang genommen.

Am darauffolgenden Tag stand für die Franzosen ein Ausflug zu Point Alpha und ins Merkerser Bergwerk auf der Tagesordnung. Freitag konnten die französischen Austauschschüler das erste Mal den Unterricht an den beiden Schulen bis zur 3. Stunde besuchen. Danach bekamen sie die Schule gezeigt und nur wenig später erkundeten sie im Zuge einer Stadtführung Fulda.
Nach diesen zweieinhalb Tagen voller Programm, war es nun ab Freitagnachmittag den Schülern für das Wochenende frei überlassen, wie sie die Zeit gestalten wollten. Hierbei trafen sich viele in kleineren Gruppen und zeigten ihren Austauschschülern die Gegend. Am Samstag zum Beispiel machten viele einen Ausflug nach Frankfurt oder besuchten am Sonntag die Wasserkuppe.

Frankreich Austausch Fulda 2024

Der Montag gab uns mit dem Ausflug nach Eisenach die Möglichkeit, alle zusammen etwas zu unternehmen. Nach eineinhalb Stunden Busfahrt starteten wir unsere erste gemeinsame Schulexkursion dieses Austausches mit dem Besuch der Wartburg, wo es eine französische und eine deutsche Führung gab. In den Führungen wurde die Geschichte rund um die Wartburg und ihre Bedeutung erzählt. Wir bestaunten die alten kunstvoll verzierten Räume wie den Festsaal oder den Schlafsaal der heiligen Elisabeth. Gegen Ende erfuhren wir außerdem, dass der legendäre Tintenfleck Luthers nur eine Sage war. Dann hatten wir für 2 Stunden die Chance, Eisenach in kleinen Gruppen selbst für uns zu entdecken, bevor unsere Reise nach Eisenach mit dem Besuch des Bachhauses weiterging. Dort wurde uns zuerst ein kurzer Vortrag über Bachs Leben gehalten. Durch den Vortrag verteilt wurden uns Stücke Bachs auf einer Auswahl verschiedener alter, erhaltener Instrumente wie dem Cembalo live vorgespielt. Danach hatten wir Zeit die Ausstellung eigenständig anzuschauen. Dieser Tag war der letzte richtige Tag des Austausches und endete mit Kofferpacken für den nächsten Tag. 

Am letzten Tag, dem Dienstag, beschlossen die Austauschschüler ihren Aufenthalt in Deutschland mit einem Unterrichtbesuch bis zur 5. Stunde in den jeweiligen Schulen. Vor der Rückfahrt nach Frankreich nahmen die Austauschpartner noch ihr letztes gemeinsames Essen in der Mensa ein. Dann stand um 12.45 Uhr der Abschied an der Winfriedschule und um 13.00 Uhr der am Domgymnasium an. Dort trennten sich die Schüler schweren Herzens, doch alle sind schon jetzt voller Vorfreude auf den Rückbesuch in Landser im Juni. 

Luisa Rützel, 10c

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